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31.7.2010 : 17:12 : +0200

Name: INCREPACIÓN DANZA
(Barcelona)
Auftrittsjahr: 2002, 2003

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Aus dem Programmheft 2002:

Increpación Danza kommen aus der flirrenden Mittelmeermetropole Barcelona und beschreiten mit ihren innovativen Flamencostücken einen völlig neuen Weg. Die 5 Tänzerinnen unter dem Choreografenduo Montse Sánchez/Ramón Baeza nutzen den Flamenco und seine traditionelle Tanztechnik als Brunnen und Mittel für zeitgenössisches Tanztheater - das Ergebnis ist mehr als Flamenco. Für ihre Choreografien erhielten Sánchez und Baeza bereits mehrere renommierte Preise in Spanien und waren zu Gast auf zahlreichen Festivals in der ganzen Welt.

"Wad Ras" ist der Name des Frauengefängnisses in Barcelona. In diesem Stück, das zu den stärksten von Increpación Danza gehört, tanzen die 5 Tänzerinnen auf einer spartanischen, mit 5 Cajones ausgestatteten Bühne die Angst und Einsamkeit des Gefängnisalltags. Isolation und sinnentleertes Warten, Monotonie und Enge des Gefängnisses werden in starke emotionale Bilder umgesetzt.

  Es ist überwältigend, mit welch deutlicher Sprache der Flamenco über dieses Thema zu sprechen imstande ist: Das fragende und auf Antwort wartende Schlagen der Cajones, die agressiven Zapateados, in denen sich die aufgestaute Energie entlädt, die kurze, verzweifelte Freude, die im Tanz ausbricht, bevor die Klaustrophobie wieder zuschlägt.

Die beiden Choreografen Montse Sánchez und Ramón Baeza sind mit "Wad Ras" zielsicher bis zu den Ur-Quellen des Flamenco zurückgegangen und haben die Kraft des ersten Schreies der Cante wurde, des ersten Füße-Schlagens, das Zapateado wurde, die Kraft der Gefühle von Unterdrückung und Verzweiflung, die in diesem Tanz und dieser Musik ihren Ausdruck suchten, in einem anrührenden Tanztheaterstück mit neuen Mitteln auf ergreifende Weise umgesetzt.
 
Aus dem Programmheft 2003:

"Tablao"
Flamenco Contemporaneo (zeitgenossischer Flamenco)

Montse Sanchez, Ramon Baeza (Choreografie, Inszenierung)
Marina Escoda, Vanessa Dominguez, Montse Sanchez (Tanz)
Antonio Martínez "Nono" (Gitarre)
Pili Romero "La Tana" (Gesang)

Inspiriert von den Tablaos aus den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, lassen die beiden Choreografen Montse Sanchez und Ramon Baeza die reiche rhythmische Tradition dieser Epoche, in der Künstler wie Picasso oder Miro Kostüme und Bühnenbilder schufen, wieder aufleben. Ohne eine festgelegte dramatische Struktur, artikuliert "Tablao" eine Art offenes musikalisches Spiel an einem bestimmten Ort, aus dem heraus die Atmosphare und die Situationen aus der rhythmischen Struktur entstehen.