Dolores Agujetas ist die
Erbin des reinsten "Cante Jondo", des in die Tiefe
gehenden Männergesanges im Flamenco, den sie wie keine
andere Frau beherrscht und mit
unglaublicher Intensität präsentiert.
Geboren wurde sie in der Gitano-Dynastie der Agujetas im Barrio
San Miguel von Jerez de la Frontera.
Ihre Familie übt seit Generationen das Handwerk der Schmiede
aus - die Agujetas leben die Schwere, die sie singen. Dolores
Agujetas ist die erste Frau aus dieser
uralten Familie von Sängern, die professionell auf der
Bühne steht. Begleitet wird sie von Pepe Justicia, ihr
idealer Kontrapunkt an der Gitarre.
Zwei Palmeros,
ihre Söhne Perico und Dieguito, vermitteln den Glanz
des Rhythmus des ursprünglichen und reinen Flamenco aus
Jerez und ihre erst sechs- und neunjährigen Töchter
Cinti
und La Trini tanzen und wurden damit schon zum Symbol und
der Flamme der TRADITIÒN VIVA.
Das erste Mal steht während des Flamencofestivals im
Pfefferberg eine legendäre Gitano-Familie auf der Bühne.
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Dolores de los Santos "Agujetas"
interpretiert einen Flamencogesang, der archaisch, angeboren,
uralt und historisch-familiäres Erbe ist. Sie ist die
Tochter von Manuel "El Agujetas", dem großen,
berühmten Sänger der Siguiriyas
und der Martinete, einer der letzten Sänger
der Gegenwart, der die alten Gesänge noch
hat, der den Geist von Mauel Torre bewahrt.
Sie ist die Enkelin von Manuel "El Viejo", der
als Schmied aus Jerez nie professionell auf
der Bühne war und von dem Garcia Lorca
einmal sagte, er habe "nie zuvor jemand mit soviel Kultur
im Blut gehört".
Dolores Agujetas schöpft aus dem unermesslichen Register
von letras, jener Worte, die die wertvolle Frucht der mündlichen
Tradition sind. Für Juan de la Plata ist sie die "Tochter
des Duende..., Erbin der Schmerzen, des Weinens und des Leidens
vom reinsten Cante Jondo."
Der Gitarrist des Abends, Pepe Justicia,
kommt aus Jaen im Norden Andalusiens, dem Land der Oliven,
einem trockenen Land, wo die Erde wie Sand ist. Er ist Komponist
und Gesangsbegleiter, stand mit vielen berühmten Sängern
auf der Bühne, u.a. Carmen Linares und Enrique Morente.
In seinen Kompositionen und in seiner Begleitung zeigt sich
sein Flamencogeist,
seine Vorstellungsfähigkeit auch
für die musikalische Fusion und seine Virtuosität
als Gitarrist. Im Jahr 2002 hat er für die Produktion
"Solo Aqua" den Preis für die beste Flamencogitarren-CD
des Jahres erhalten.
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